Ausgabe 05 (2001)

 

Sehr geehrte Kunden, Interessenten und Freunde!

 

Herzlich willkommen zur neuen Ausgabe unseres HOT-Newsletter. Darin möchten wir Ihnen wieder interessante News und einige Anregungen bieten. Diesmal haben wir Ihnen einen Artikel von Bettina von Troschke beigefügt:"Grenzen des Coaching durch Führungskräfte", der gerade in der Handelsblatt-Zeitschrift "Personal" erschienen ist.

1. Neuigkeiten von HOT

Einstieg ins Performance Improvement: Viele Vorstände und Geschäftsführer von Unternehmen interessieren sich für die Fragen:

  • Was läuft gut, was läuft schlecht in unserem Haus?
  • Wie sehen die Mitarbeiter das Management?
  • Welche Veränderungsideen haben die Mitarbeiter?

Auch die Leitung der Autinform-Gruppe wollte die Antworten auf diese Fragen wissen und wandte sich an HOT.

 

Die Firma Autinform GmbH & Co.KG ist ein unabhängiges und neutrales Consulting- und Dienstleistungsunternehmen mit den Aufgabenschwerpunkten betriebswirtschaftliche Beratung, Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen und deren ganzheitliche Unterstützung durch Informationstechnologie (www.autinform.de).

 

Nach ersten Vorgesprächen war klar, dass eine umfassende Performance-Analyse auf Ebene der Gesamtorganisation durchgeführt werden sollte. Die Mehrzahl der Autinform-Mitarbeiter ist regelmäßig "draußen beim Kunden" im Einsatz, weshalb ein workshoporientierter Lean-Consulting-Ansatz organisatorisch schwer zu realisieren ist. Daher entschied sich der Autinform-Vorstand für den "klassischen" Survey-Ansatz und beauftragte HOT mit der Durchführung einer Mitarbeiterbefragung.

 

Nach einem Sensing-Workshop mit einigen Multiplikatoren entwickelte HOT-Berater Jürgen Harrer (siehe Punkt 5 "Trainerportrait") einen unternehmensspezifischen Fragebogen, orientiert an den zentralen Parametern der Leistungsarchitektur. Die Befragung fand im 3. Quartal 2001 bei den Autinform-Mitarbeitern statt. Mit der für Erstbefragungen sehr guten Beteiligung von über 65 % brachte die Untersuchung wertvolle Ergebnisse, mit denen die Ausgangsfragen klar beantwortet werden konnten.

 

Auf dieser Basis ist man nun bei Autinform dabei, tiefer ins Performance Improvement einzusteigen.

2. Neue HOT-Kunden

Als neue Kunden begrüßen wir:

  • Die Deutsche Telekom AG ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen und einer der weltweiten
    Innovationsmotoren ihrer Branche. Ihre Produkte und Services setzen nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit Maßstäbe. Mit den Kerngeschäftsfeldern deckt die Deutsche Telekom das gesamte Spektrum der modernen Telekommunikation ab und ist damit eines der ganz wenigen Unternehmen der weltweiten Telekommunikationsbranche, die wirklich integrierte Angebote aus einer Hand realisieren. Die HOT-Coaches Bettina von Troschke und Susanne Schwerdtfeger werden in den nächsten Monaten für die Deutsche Telekom, Kundenniederlassung Frankfurt - Fachvertrieb -, Coaching-Maßnahmen durchführen. (www.telekom.de)
  • Die HEAG NaturPur AG ist ein innovativer Stromversorger, der schon heute die Energieversorgung von morgen anbietet: eine vollständige Versorgung mit ökologisch erzeugtem Strom. Das Unternehmensziel ist, den Ausbau zukunftsgerichteter Stromerzeugungsanlagen aktiv voranzutreiben und damit eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Stromversorgung aufzubauen. Die HEAG NaturPur AG wurde am 29. April 1999 als eigenständiges Tochterunternehmen der Hessischen Elektrizitäts-AG -HEAG- (51%) und der HEAG Versorgungs-AG (49%) gegründet. HOT hat den Auftrag erhalten, ein Weiterbildungsprogramm mit den Inhalten Motivation und Kommunikation, Selbstmanagement und Teamentwicklung durchzuführen. Die Gesamtleitung liegt bei Bernhard Haas. (www.heag-naturpur.de)
  • Die Urlaubs- und Zusatzversorgungskasse für das Maler- und Lackiererhandwerk bietet attraktive Lösungen in den Bereichen Urlaubsgewährung und Altersversorgung. Die Vorteile der Urlaubskasse liegen auf Seiten der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. Die UK sorgt für ein partnerschaftliches Miteinander und trägt wesentlich zur Attraktivität des Maler- und Lackierhandwerks bei. Der HOT-Trainer, Dr. Wilfried Mende, führt für die Urlaubs- und Zusatzversorgungskasse einen Workshop Projektsteuerung/Projektmanagement durch. (www.uk-maler.de)
  • Die EURO Kartensysteme erbringt, als ein Unternehmen der deutschen Banken und Sparkassen, Serviceleistungen für die führenden Kartenzahlungssysteme Eurocard/MasterCard und eurocheque sowie die Geldkarte. Das Marken- und Lizenzmanagement sowie die Akquisition von Eurocard und Visa-Vertragspartnern sind Schwerpunkte der Tätigkeit. Zu den Kunden der EURO Kartensysteme gehören mehr als 3.000 deutsche Kreditinstitute sowie nahezu 400.000 Handels- und Dienstleistungsunternehmen. HOT-Coach Susanne Schwerdtfeger führ bei EURO Kartensysteme Coaching-Maßnahmen durch. (www.eurokartensysteme.de)

3. HOT-Tipps für unsere Kunden:

Unsere Tipps sind als kleine Hinweise und Anmerkungen am Rande gedacht, getreu dem HOT-Motto: "Wir stiften an zum Denken und agieren am Rande, damit sich in der Mitte etwas bewegt."

 

Wussten Sie schon, dass unser Gehirn das Wörtchen "nicht" nicht verarbeiten kann - oder nur sehr schwer?

 

Vielleicht haben Sie auch schon einmal Ziele ins Auge gefasst, die da lauteten: "Ich will nicht mehr so viel essen" oder "ab heute rauche ich nicht mehr" oder in Bezug auf eine bestimmte Lebenssituation: "ich weiß auf jeden Fall, was ich nicht mehr will".

 

Und - haben Sie abgenommen, das Rauchen aufgehört oder Ihre Lebenssituation in die von Ihnen gewünschte Richtung verändert?

 

Warum funktionieren negative Zielsetzungen nicht? - Unser Gehirn besteht - von oben betrachtet - aus einer linken und rechten Gehirnhälfte, die über das Corpus Callosum, eine Art "Balken" miteinander verbunden sind. Links ist das logisch-analytische Denken beheimatet, hier denken wir digital und in Details. In der rechten Gehirnhälfte ist unsere Bilderwelt zuhause. Hier bilden wir das Ganze, sehen Zusammenhänge.

 

Gehen wir nun einen Schritt weiter: "Sie wollen nicht mehr so viel essen", mehr noch "Sie wollen definitiv mit keiner Schokolade mehr Ihren Alabasterkörper aus der Form geraten lassen". Was passiert im Kopf? In der rechten Gehirnhälfte werden Bilder gesucht: leckere Torten, Wurstbrote, Nudelspeisen, die Lieblingsschokoladen - alles was das Herz begehrt, erscheint vor Ihrem inneren Auge - wie soll man da widerstehen?! Das Wörtchen "nicht" wird schlicht getilgt, es ist bildlich nicht darstellbar.

 

Machen Sie die Probe aufs Exempel: denken Sie jetzt nicht - nein, wirklich nicht - an einen radschlagenden Pfau auf einer quietschgelben Luftmatratze.

 

Was, Sie hatten gleich ein Bild ? -

Wenn Sie also etwas nicht oder nicht mehr wollen, überlegen Sie, was wollen Sie stattdessen?

"Ich will mein Wohlfühlgewicht von xy Kilo zum Zeitpunkt x erreichen."

"Ich werde zum Zeitpunkt x eine freie Lunge haben und wieder locker xy-Sport treiben können."

"Ich will so und so mein Leben führen. Mir ist x, y, z wichtig."

 

Wenn Sie merken, dass dies für Sie durchaus nachvollziehbar, aber nicht so schnell umsetzbar ist, hier zwei Tipps von einer Teilnehmerin aus einem Train-the-Trainer-Seminar:

  1. Üben Sie sich ein paar Tage darin, auf das Wörtchen "nicht" zu verzichten. Sie werden es kaum glauben, wie viel Spaß es macht, dies als Spiel mit der Familie zu spielen. Alles ist erlaubt, alle Negationen verboten. Wer einen Fehler macht, darf DM 0,50 in die Kasse zahlen. Jeder bekommt einen Einsatz von DM 10,00.
  2. Dasselbe können Sie einmal mit dem Wort "aber" probieren. Es gibt ja so richtige "aber"-Menschen. Denen erzählen Sie etwas und die reagieren ständig mit "Ja, aber". Da sind verhärtete Positionen vorprogrammiert und man hat oft das Gefühl, der andere hört gar nicht richtig zu, sondern wartet nur ab, bis er mit "...aber" reagieren kann.

Sie können sich darin trainieren, auf "aber" ab und zu verzichten. Ein weiser "Lehrvater" sagte einmal: "aber trennt, und verbindet." Probieren Sie einmal, einen Tag lang, jedes "aber" durch ein "und" zu ersetzen.

 

Manchmal klingt es wirklich komisch und manchmal merken Sie vielleicht, dass es nicht um ein "aber", einen anderen Gesichtspunkt ging, sondern wirklich um eine Ergänzung. Innerhalb der Familie können Sie auch hier die Spielregeln wie oben einsetzen.

 

Beide Übungen sind mit viel Spaß verbunden und ein großer Zugewinn für Ihr Bewusstsein bezüglich Kommunikation.

4. Presseartikel von HOT

Die September-Ausgabe der Zeitschrift "Personal" beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema "Coaching". Als Coach und Trainerin für Coaching durch Führungskräfte wurde Bettina von Troschke gebeten, ihre Erfahrungen und Tipps in einem Beitrag zum Thema "Grenzen des Coaching" zu erläutern.

 

Sie stellt fest: "Seit Jahren ist nun eine Diskussion um das Für und Wider von coachenden Führungskräften im Gange. Verwunderlich ist, dass es oft nur um ein Entweder oder ein Oder geht. Viel spannender und effektiver ist doch die Frage: Was kann eine Führungskraft als Coach leisten? Wo sind die Grenzen? Was kann sie nicht? Was darf sie nicht?" - Lust, weiterzulesen? Die Antworten darauf finden Sie im Pressebereich.

5. Trainerportrait

In diesem Newsletter stellen wir Ihnen diesmal unseren HOT-Trainer Jürgen Harrer in Form eines kurzen Interviews vor:

  1. Wie kamen Sie zu HOT?
    Ich traf Bernhard Haas erstmals im Januar 1994 während der gemeinsamen Ausbildung zum Management-Trainer. Im Rahmen unserer Tätigkeit für das Management Institut Freiburg lernte ich seine Kompetenz und Herzlichkeit schätzen und habe das Angebot zur Zusammenarbeit gerne angenommen.
  2. Welche Aufgaben im HOT-Team übernehmen Sie am liebsten?
    Performance Improvement, insbesondere die Performance-Analyse (Workshop-Consulting und Mitarbeiterbefragungen), sowie die Entwicklung und Umsetzung anspruchsvoller Lösungsdesigns.
  3. Warum gerade diese Themen?
    Nach 10 Jahren im Trainingsgeschäft weiß ich, dass Training nicht in jedem Fall die beste Lösung ist, um messbare Verbesserungen zu erreichen. In vielen Fällen macht es Sinn, vorab nach den tieferliegenden Ursachen und Einflussfaktoren für Leistungsengpässe zu forschen. Manchmal stellt man dann fest, dass eine Qualifizierungsmaßnahme lediglich eine "Symptombehandlung" wäre und entscheidet sich für andere Interventionen. Je nach "tatsächlichem" Problem können dies einfachere Dinge sein, wie z.B. regelmäßig aktualisierte Telefonverzeichnisse, oder aber auch komplexere Konzepte, wie die Neugestaltung der internen Informationspolitik.
  4. Was tun Sie für Ihre eigene Weiterbildung?
    Ich investiere viel Zeit, Geld und Engagement in meine fachliche und persönliche Entwicklung. Und: Ich arbeite viel - in unterschiedlichsten Projekten! In den letzten Jahren war es vor allem dieses Erfahrungslernen an anspruchsvollen Aufgaben, das mich voran brachte. Daneben habe ich mich in folgenden Bereichen qualifiziert:
    Ausbildung in Performance Improvement (ISPI); Ausbildung in Verhaltensanalyse nach Rackham, in NLP (Practitioner), in angewandter Gruppendynamik, Transaktionsanalyse und Konfliktmanagement, in Gruppenmoderation und Öffentlichkeitsarbeit; Train-the-Trainer-Maßnahmen u.a. in den Bereichen Account-Management, komplexer Verkauf und Coaching.
  5. Was machen Sie in Ihrer Freizeit gerne?
    Ich arbeite als Vorstand in einer großen, überregionalen Non-Profit-Organisation, wo ich derzeit (ehrenamtlich) u.a. ein Reorganisationsprojekt leite. Als Fan der "experimentellen" Küche koche und esse ich gerne Gerichte, die sich an italienische und fernöstliche "Vorbilder" anlehnen. Außerdem bin ich seit 16 Jahren aktiver Motorradfahrer mit einem besonderen Interesse für die Alpen und für Nordafrika.
  6. Was ist Ihr Motto?
    "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" (Erich Kästner)

6. Spruch des Monats

Für Menschen, die mit Veränderungen Schwierigkeiten haben, kann folgender Spruch hilfreich sein:

 

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten "wo kämen wir hin", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen. (Kurt Marti)

 
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