Die Kunst des Feedbacks

Erhalten Sie regelmäßigg Feedback von Ihrem Vorgesetzten?

Leider tun das die wenigsten. Viele Chefs beschränken sich auf das Jahresgespräch, statt die unzähligen täglichen Chancen zu nutzen, Mitarbeiter zu motivieren, zu korrigieren und ihnen zu zeigen, wie sie sich weiter entwickeln können.

 

 

Die folgenden Tipps sind für Mitarbeiter auf allen Ebenen gedacht, denn Feedback sollte nicht nur Vorgesetzten vorbehalten sein, sondern auch unter Kollegen offen und wertschätzend praktiziert werden. Nur wenn Sie Feedback geben, können Sie Missstände ändern, Kommunikationsprobleme lösen und positive Dinge bewusst machen.

 

Feedback basiert auf 2 Aspekten:

 

1. Welches Verhalten nehme ich wahr (Was sehe und was höre ich)?

2. Welche Wirkung hat dieses Verhalten bei mir?

 

Damit Feedback (zu deutsch: „Zurückfüttern“) tatsächlich „sättigend“ also wertschätzend und den Partner bereichernd geschieht, haben sich folgende Regeln bewährt:

 

Feedback geben

 

 

• Beziehen Sie sich auf konkrete Einzelheiten der “Hier-und-Jetzt-Situation”, nicht auf Verhalten, das womöglich schon lange zurückliegt!

 

• Teilen Sie Ihre Wahrnehmungen als Wahrnehmungen, Ihre Vermutungen als Vermutungen und Ihre Gefühle als Gefühle mit.

 

• Bewerten Sie das Verhalten des anderen nicht.

 

• Seien Sie offen und ehrlich.

 

• Sprechen Sie zum anderen als Person, nicht über ihn.

 

• Respektieren Sie stets das Selbstwertgefühl und die Bedürfnisse des anderen. Nennen Sie positive Dinge zuerst.

 

• Sprechen Sie kurz und präzise. Prüfen Sie, wie Ihr Feedback ankommt. Fragen Sie den Empfänger nach den für ihn wichtigen Eindrücken aus Ihrem Feedback. Fragen Sie Ihn auch, was er damit anfangen will.

 

• Bieten Sie Rückmeldung an, aber zwingen Sie sie nicht auf.

 

• Schließen Sie ausdrücklich auch Ihre positiven Wahrnehmungen und Gefühle in Ihr Feedback mit ein.

 

 

Feedback erhalten

 

• Zuhören, nachfragen und klären.

 

• Fordern Sie andere auf, zu Ihren Reaktionen Stellung zu nehmen.

 

• Nicht verteidigen, argumentieren und “kontern”.

 

• Es geht beim Feedback nicht darum, wer Recht hat, sondern nur um die Mitteilung von persönlichen Reaktionen auf Verhalten. Sie entscheiden selbst, ob und was Sie ändern wollen in Ihrem Verhalten.

 

Nach Marshall Goldsmith sollte Feedback eigentlich "Feed forward" heißen, weil die Rückmeldung hauptsächlich dazu dienen soll, Dinge in der Zukunft zum Positiven zu verändern oder motivierend zu verstärken.

 

 
 
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