6. Information und Kommunikation

Information und Kommunikation

Ob Sie Ihren Mitarbeitern eine Unternehmensentscheidung mitteilen, in einem Meeting die neuesten Verkaufszahlen besprechen oder mit einem Mitarbeiter ein Beurteilungsgespräch führen, in allen drei Situationen kommt es auf die Fähigkeit an, sich klar und überzeugend auszudrücken, authentisch zu bleiben und auf die Wirkung der eigenen Botschaft und den Gesprächspartner zu achten. Folgende drei Grundsätze bilden die Basis für partnerschaftliche Gesprächsführung:

 

Drei Grundsätze partnerschaftlicher Gesprächsführung

Sie stellen ein „Konzentrat“ aus verschiedensten psychologischen Theorien dar (T. Gordon, F. Schulz von Thun).

 

Grundsatz 1:Das Selbstwertgefühl des Partners/ der Partnerin erhalten oder stärken

 

Das Selbstwertgefühl ist die zentrale Einheit unseres Seins – man kann es in etwa mit Selbstbild oder auch mit Selbstvertrauen gleichsetzen. Jeder Mensch möchte wertvoll sein. Für andere Menschen privat und auch beruflich, d.h. für seine Abteilung und seine Unternehmung. Um dieses zu erreichen, ist die Voraussetzung dafür, dass er auch für sich selbst wertvoll ist. Menschen mit intaktem Selbstwertgefühl werden auch für die Umwelt wertvoll und positiv erscheinen. Deswegen ist es in der betrieblichen Kommunikation von zentraler Bedeutung, darauf zu achten, selbst in heiklen Situationen das Selbstwertgefühl des anderen nicht zu verletzen.

 

Sie erhalten das Selbstwertgefühl Ihrer Gesprächspartner, indem Sie sorgfältig darauf achten, diese nicht persönlich anzugreifen oder zu beschuldigen – ganz besonders, wenn Schwierigkeiten diskutiert werden, erreichen Sie dies, indem Sie sich auf den Sachverhalt konzentrieren, nicht auf die Person. Sie bauen das Selbstwertgefühl auf, wenn Sie gute Ideen aufnehmen und den Mitarbeiter, Kunden, Kollegen als kompetenten Gesprächspartner behandeln.

 

Grundsatz 2:Aufmerksam zuhören und verständnisvoll antworten.

 

Auf Inhalte und Gefühle reagieren.

 

„Ich weiß erst, was ich gesagt habe, wenn ich die Antwort höre.“ Erst das aufmerksame Zuhören zeigt Ihnen, wie der andere eine Aussage verstanden hat. Dabei ist es wichtig, auch Gefühlsreaktionen (nonverbal) zu beachten, denn schon manches Ja auf die Fragen „Ist Ihnen das klar?“ oder „Sind Sie einverstanden?“ war tatsächlich ein Nein, das sich dann erst bei der Umsetzung gezeigt hat.

 

Grundsatz 3:Den Partner / die Partnerin in die Problemlösung einbeziehen

 

→ Ideen suchen und entwickeln

→ Hilfe anbieten – nicht die Verantwortung abnehmen

 

Es ist immer wieder überraschend, wie viele gute Ideen bei Gesprächspartnern vorhanden sind. Sie müssen diese nur hervorholen. Gerade Vorgesetzte oder Projekterfahrene haben häufig zu jeder Situation schon die Lösung parat – leider passt sie oft nicht zum eigentlichen Problem. Die Fragen „Was würden Sie jetzt tun?“ oder „Haben Sie eine Idee?“ haben oft schon Wunder bewirkt. Das bedeutet nicht, nur das zu tun, was die anderen vorschlagen, sondern es geht darum, gemeinsam etwas zu entwickeln.

 

Wenn Mitarbeiter Ideen umsetzen sollen, bieten Sie Ihre Hilfe an. Ideen, Vorschläge und Lösungen unterstützen, ohne dabei den Mitarbeiter aus der Verantwortung zu entlassen, ist ein schwieriger Teil der Führungsaufgabe. Die Mitarbeiter müssen für Ihre Handlungen auch künftig die Verantwortung tragen – geben Sie keine Gelegenheit zur Rückdelegation.

 

 

Weiterführende Tipps

Paul Watzlawick sagte einmal, man könne sich durchaus wundern, dass Kommunikation manchmal auch gelänge,da es so viele Möglichkeiten für Missverständnisse gäbe. Es klingt einfach, die drei oben genannten Grundsätze zu beachten, doch wir alle wissen, wie schnell man - unbewusst und ungewollt - ins Fettnäpfchen treten kann.

Hier einige Tipps zum Thema "Kommuniaktionsbarrieren und -störungen".

 

Wer sich vor allem in Meetings langweilt und diese gerne effektiver gestalten möchte, findet hier nützliche Hinweise.

 

Als Führungskraft sind wir gewohnt, mehr zu sagen als zu fragen. Doch nur Fragen bringen Sie weiter, wenn Sie Zusammenhänge verstehen wollen, mehr von ihren Mitarbeitern erfahren wollen, ihre Ideen erfahren möchten. Wir haben wir für Sie Tipps nach dem AIDA-Modell für professionelle Fragetechnik zusammengestellt. Lesen Sie hier weiter.

 

 

Weiterführende Seminare

Folgende Seminare beschäftigen sich speziell mit dem Thema Information und Kommunikation im Unternehmensalltag und bieten anhand von Fallbeispielen aus der Praxis, eigenen Situationen und Videos die Möglichkeit, Auge und Ohr für gute und schlechte Kommunikation zu schulen und selbst anhand von Übungen und Rollenspielen Feedback für das eigene Kommunikationsverhalten zu bekommen.

 

Empfehlenswerte Seminare:

 

Führungskommunikation

 

Konfliktmanagement

 

Dies ist der letzte Teil unserer Serie zum Führungskreislauf. Wer alle Themen im Seminar wieder finden und -erleben möchte, hat die Möglichkeit, mit diesen 2 Modulen durchzustarten:

Führung Intensiv 1

 

Führung Intensiv 2

 

 
 
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