Gespräche in Hektik

 

Frage: Von einer Mitarbeiterin fühle ich mich regelmäßig über den Tisch gezogen. Immer wieder überfällt sich mich, wenn ich gerade auf dem Sprung bin oder sie nach Feierabend schon „im Mantel“ in der Tür steht, mit den Wünschen wie „Kann ich morgen etwas später kommen?“ oder „Kann ich am Mittwoch Urlaub nehmen?“. Häufig sage ich dann in der Hektik etwas zu, worüber ich mich anschließend ärgere. Was soll ich tun?

 

Antwort: Sprechen Sie mit Ihrer Mitarbeiterin. Sagen Sie ihr klar, dass Sie solche „Überfälle“ nicht lieben. Denn hierdurch werden Sie genötigt, Entscheidungen, die Sie in Ruhe treffen möchte, zwischen „Tür und Angel“ zu fällen. Vereinbaren Sie mit ihr, dass sie Ihnen rechtzeitig, also zum Beispiel morgens nach Arbeitsbeginn, mitteilt, dass und worüber sie mit Ihnen sprechen möchte. Dann können Sie in ruhe Ihre Entscheidung treffen und ihr diese dann mitteilen. Oder sich, sofern weitere Klärungsbedarf besteht, mit ihr im Laufe des Tages zu einem kurzen Gespräch zusammensetzen. Lassen Sie sich von Ihrer Mitarbeiterin aber keinesfalls zu voreiligen Zusagen drängen, über die Sie sich später ärgern. Denn wenn Sie eine Zusage erst einmal voreilig gemacht haben, gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder Sie stehen nach außen zu der Entscheidung und ärgern sich „still und heimlich“. Die belastet unweigerlich die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Mitarbeiterin. Oder Sie revidieren Ihre Entscheidung. Dann ist Ihre Mitarbeiterin verärgert und denkt: Unser Chef weiß nicht, was er will. Erst sagt er mir etwas zu und dann entscheidet er sich wieder anders. Und dies erzählt sie auch ihren Kollegen. Ganz gleich wie Sie reagieren, sind Sie somit der Verlierer. 

 

Experte: Bernhard Haas

 

Seminar zum Thema: Mitarbeitergespräche

HOT-Leadership

Erreichen Sie Ihre Ziele durch motivierte Mitarbeiter!
 
Seitenende