Gefühle und Intuition

Es geht um Gefühle. Was - den Kram wollen Sie den Frauen überlassen, damit haben Sie rein gar nichts am Hut?!

Im Job erleben wir immer wieder, dass Gefühle wenig Platz und auch wenig Anerkennung bekommen. Auch Frauen bemühen sich, ihre Gefühle zu unterdrücken und hauptsächlich über ihren Verstand zu "funktionieren". Warum ist es so sinnvoll, seinen Gefühlen mehr zu vertrauen?

 

Weil wir alle ein unbewusstes Wissen um unser gesamtes System haben und viel mehr aus uns machen könnten, wenn wir dieses Unbewusste nutzen. Wir führen beispielsweise ein Mitarbeitergespräch und merken dabei, dass wir uns unwohl fühlen - aus welchem Grund auch immer. Gesprächstechnisch und -taktisch machen wir unsere Sache gut, aber da ist dieses komische Gefühl im Magen, der trockene Hals, der schnellere Puls, ein bisschen Atemlosigkeit und wir spüren/fühlen etwas. Häufig ist es aber so gut zugedeckt, dass wir nach dem Gespräch schnell wieder zum Alltagsgeschäft zurückkehren - ohne den Signalen unseres Körpers nachzulauschen.

 

Oder haben Sie schon erlebt, dass sich in Ihnen irgendetwas wehrte, was Sie dann dennoch taten. Nein, ich meine nicht die Steuererklärung oder den fälligen Projektbericht schreiben. Intuitiv erfassen wir oft sehr schnell eine Situation, aber wir haben (fast) verlernt, dieser Intuition zu vertrauen und ihr Freiraum zu geben. Insbesondere im Business wird man trotz Bestsellern über die "Emotionale Intelligenz" nicht wegen seiner Intuition, sondern seines Sachverstandes, seiner Intelligenz und seiner Effizienz geachtet und geschätzt. In kaum einem Management-Ratgeber oder Führungsgespräch werden Sie den Tipp erhalten: "Mensch Meier, vertrauen Sie mal etwas mehr Ihre Gefühlen. Zeigen Sie mal Ihre weibliche Seite. Verlassen Sie sich auf Ihre innere Stimme." Im Gegenteil: schnell sind wir dabei, diesen wenig greifbaren Bereich ins Lächerliche zu ziehen.

 

Hier ein paar Tipps, wie Sie sich ganz vorsichtig an diesen Bereich herantasten können - ohne große Risiken einzugehen und mit viel Gewinn für Sie selbst:

1. Gönnen Sie sich morgens 5 Minuten für sich selbst.

Also nicht weiter schlafen, bis der Wecker unerbittlich wird, sondern aufstehen und das tun, was Sie brauchen, um einigermaßen geradeaus zu denken. Dann suchen Sie sich einen guten Platz, um den Tag zu beginnen - vielleicht Richtung Sonne.

 

Die nächsten 5 Minuten gehören ganz Ihnen und Ihren Gefühlen. Vielleicht gibt es noch Überreste von gestern, die nachwirken oder Gefühle für den bevorstehenden Tag, z.B. Angst vor einer Präsentation, Vorfreude auf einen guten Freund, Ärger über einen aufgedrückten Termin. Lassen Sie es kommen und gehen. Achten sie darauf, dass diese 5 Minuten eher einer Meditation gleichen als einer Reflexion. Es geht also nicht darum, zu bewerten oder innerlich den Tag durchzuplanen. Das kann Ihnen passieren und dann lassen Sie es geschehen. Aber versuchen Sie, vor allem Ihren Gefühlen auf die Spur zu kommen und einfach zu spüren, was da ist. Achten Sie darauf, dass Sie bequem sitzen und gut durchatmen können.

 

Wenn morgens biorhythmisch nicht Ihre Zeit ist, dann nehmen Sie sich am Abend diese persönliche Auszeit.

2. Gönnen Sie sich am Tag bewusst 5 Minuten für Ihre 5 Sinne.

Unterbrechen Sie Ihren Tag bewusst - mittags oder nachmittags - und nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit, Ihre innere - sensorische Wahrnehmung - zu trainieren.

 

Am besten gelingt es, wenn man erst seine Augen schließt und nur darauf achtet: was höre ich? was rieche ich? was spüre ich? was schmecke ich? etc. Lassen Sie auch hier Ihre Empfindungen und Gedanken kommen mit einer Haltung von Interesse und Neugier, weniger bewertend oder analytisch. Es ist spannend, wieviel Sie plötzlich bewusster wahrnehmen.

3. Nehmen Sie sich einmal pro Tag Zeit, der Natur Aufmerksamkeit zu schenken.

Viele von uns bewegen sich zwischen Zuhause und Büro und merken, es wird Frühling, aber schon ist man wieder in seinem "Bau" verschwunden. Gerade jetzt, wo alles blüht und die Vögel zwitschern, nehmen Sie sich einmal pro Tag Zeit, der Natur, die uns umgibt, Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur in Heilkräutern steckt die heilende Kraft der Natur, auch in einem Waldspaziergang oder wenn der Wald zu weit weg ist, der Park in der Nähe oder wenn das zeitlich nicht mehr drin ist, dann widmen Sie Ihre Aufmerksamkeit einer Pflanze bei Ihnen zuhause. Und erzählen Sie das Ihrer Großmutter, dass Sie keine Zeit dafür haben. Denn Sie wissen ja ganz genau, dass Sie entscheiden, wofür Sie Ihre Zeit verwenden.

 

Sie kennen vielleicht den Spruch: "Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose." Fritz Perls, der "Vater" der Gestalttherapie sagt dazu: "Jedes Individuum, jedes Tier, jede Pflanze hat nur ein angeborenes Ziel - sich selbst, so wie es ist, zu verwirklichen." Je mehr Sie mit der Natur im Kontakt stehen, desto mehr können Sie auch zu sich kommen und Ihr unbewusstes Potenzial erkennen. Viel Freude dabei!

 

Seminar zu diesem Thema: Individualcoaching

HOT-Testimonial

Kundenstimmen zu HOT

Time out-Burn out?

Gewinnen Sie mehr Zeit und Zufriedenheit!
 
Seitenende