Fit in der Krise

 

Das neue Jahr bereitet vielen Unternehmen große Sorgen, umso mehr Grund, nicht den Kopf in den Sand zu stecken oder wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange zu erstarren, sondern sich seiner Ziele bewusst zu sein oder zu werden und mutig für sie einzutreten. Lassen Sie sich nicht von der Massenhypnose durch sich ständig wiederholende schlechte Nachrichten mitreißen, sondern lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf eigene Lösungen und das Machbare.

 

Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass er in diesen Tagen Schlagzeilen liest wie „Volle Verstaatlichung von Banken wird erlaubt“?

Die Finanzkrise beschert zwar interessanterweise Kosmetikfirmen erhöhte Absätze bei roten Lippenstiften, aber ansonsten fordert sie uns in nie da gewesener Weise heraus, das Undenkbare sich vorzustellen, schürt Urängste und Hilflosigkeit angesichts zu stopfender Löcher, die sich nicht mehr mit ein paar Millionen begnügen.

Doch uns geht es nicht um eine Geißelung von zweifellos groben Managementfehlern (und das ist noch sehr milde formuliert), sondern um ein paar Tipps, wie Sie für sich mit der bestehenden Situation gut umgehen können:

  • Die Perpetuierung von Negativnachrichten kann dazu führen, dass wir uns nur noch auf „bad news“ fokussieren. Die Welt erscheint grau-in-grau und wir dem Untergang nahe. Lernen und etwas verändern kann man jedoch nicht, wenn man in einer depressiven Grundstimmung mit Tunnelblick verharrt. Wie können Sie dagegen ansteuern? Schaffen Sie sich ein Tagebuch an und legen Sie es am besten neben Ihren Nachttisch. Notieren Sie sich täglich drei Dinge, die positiv für Sie waren, notieren Sie auch Welt- oder Wirtschaftsereignisse, die Sie zuversichtlich stimmen.
  • Schätzen Sie realistisch Ihre Situation ein. Welche Hindernisse sehen Sie? (Fehlende Aufträge, Kunden, Streichung von Budgets etc.) – Machen Sie ein Brainstorming mit Kollegen, Kunden, aber auch Außenstehenden, welche Ideen sie zur Überwindung haben.
  • Visualisieren Sie Ihre Ziele. Viele Visionen von Unternehmen bestehen aus immer denselben Flokeln von „totaler Kundenzufriedenheit“ oder die schnellsten und besten auf einem bestimmten Gebiet zu sein etc. Definieren Sie, wohin Sie wirklich wollen, mit konkreten, fühl- und messbaren Inhalten.
  • Prüfen  Sie, ob es sich um eigene Ziele handelt, die Sie auch wirklich mit Freude umsetzen wollen oder ob es auferlegte sind, die sich anhören wie „Ich müsste eigentlich..., man sollte mal wieder, unser Chef will, dass...“. Was davon teilen Sie? Was nicht?
  • Achten Sie auf Ihre Ziele in den 4 Bereichen (Zeit- und Lebensbalance) und stimmen Sie sich mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin und Familie ab. Auch hier gilt es, für sich ein zu stehen, aber auch die Ziele anderer zu respektieren und einen gemeinsamen gangbaren Weg zu suchen, bei dem es keine Verlierer gibt.
  • Kennen Sie das Buch von  Janosch „Oh, wie schön ist Panama“? Am Ende einer langen Reise erreichten der Tiger und die Ente schließlich das Land, das sie für das lang ersehnte Panama hielten und bei näherem Hinsehen entdeckten sie, dass es ihre Heimat war. Manchmal ist uns nicht klar, wie gut es uns geht. 1,4 Milliarden Menschen müssen täglich mit weniger als 1 Euro ums Überleben kämpfen, dagegen leben wir wie im Paradies.  Wir haben zwar eingesehen, dass wir „auf hohem Niveau klagen“, aber wir lassen das Klagen nicht. Verzichten Sie einmal eine Woche auf jegliche Klagen und ermutigen Sie auch andere, sich vom Jammern zu „erholen“.
  • Rufen Sie sich eine Situation in Erinnerung, in der Sie völlig unvorhergesehen mit einer schwierigen Situation konfrontiert waren und wie Sie sie gemeistert haben? (z.B. eine sicher geglaubte Prüfung nicht bestanden, im Urlaub ausgeraubt worden sein – ohne Papiere und Geld zu sein o. Ä.)

Wir alle wissen, Krisen bringen uns weiter, obwohl wir sie nicht gerade herbei sehnen. Aber wenn wir einmal wieder draußen sind, haben wir jede Menge gelernt und sind um einiges reifer und lebenstüchtiger geworden. In diesem Sinne: raus aus Krise - rein ins Glück!

 

 
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